19. Dezember 2019 Besuch der Kerzenfabrik Hongler, (Anmeldung bis 12. Dezember 2019), weitere Informationen

Zum Ausdrucken: Programm 2. Semester 2019 und Anmeldung 2. Semester 2019

23. Januar 2020 Vortrag “Das unglückliche Kleeblatt – Muskelschwund, Mangelernährung, Gebrechlichkeit und Stürze im Alter”, (Keine Anmeldung nötig), weitere Informationen

2. Februar 2020 Besuch der Operette Balzers “Im weissen Rössl”,(verbindliche Anmeldung bis 15. Dezember 2019), weitere Informationen

27. Februar 2020 Winterwanderung zur Alp Garfiun, Klosters, (Anmeldung bis 20. Februar 2020, weitere Informationen

25. März 202, Hauptversammlung SfS, (Keine Anmeldung nötig), weitere Informationen

16. April 2020 Hommage an Mani Matter, (Keine Anmeldung nötig) weitere Informationen

20. Mai 2020 Besuch der Zweifel Pomy-Chips AG in Spreitenbach und Besichtigung des Klosters Wettingen, (Anmeldung bis 10. Mai 2020), weitere Informationen

15. Juni 2020 Walensee-Schifffahrt mit Besuch des Raupenhotels in Quinten, (Anmeldung bis 8. Juni 2020), weitere Informationen

12. August 2020 Besuch der Oper “Carmen” (Werdenberger Schlossspiele), (Anmeldung bis 1. März 2020), weitere Informationen

Zum Ausdrucken: Programm 1. Semester 2020 und Anmeldung 1. Semester 2020

Nachtessen mit Nachtwächterführung in Mels vom 17.10.2019

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Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Unter diesem Motto hat der Vorstand des Vereins Senioren für Senioren Sargans bei seiner Programmgestaltung den viel gerühmten Rundgang mit den Nachtwächtern von Mels vorgesehen. Und die Vorschusslorbeeren waren durchaus gerechtfertigt.

Für einmal traf man sich nicht am Bahnhof, sondern vor dem Restaurant Schlüssel in Mels, und nicht am frühen Morgen, sondern am Abend. Mit einem hervorragenden Gamspfeffer aus der bekannten Küche von Roger Kalberer wurde der Anlass würdig eingeleitet. Ursi Ackermann und Lina Bäbler, die Organisatorinnen des Anlasses, hatten mit der Restaurantwahl ins Schwarze getroffen.
Mit einem wohligen Gefühl im Magen begaben sich die Teilnehmenden zum Kirchgemeindehaus Mels, wo René Ackermann und Sepp Vogel, beides passionierte «Nachtwächter», die 35 Teilnehmenden mit einem interessanten Dia-Vortrag ins alte Mels entführten. Selbstverständlich wurden immer wieder Rufe laut: «das ist doch …» oder «das ist ja das Haus meiner …», was darauf hindeutete, dass man sich auf bekanntem Grund bewegte.
Um 20 Uhr, es muss ja dunkel sein für den Nachtwächterrundgang, begann die rund 2-stündige Wanderung. In zwei Gruppen wurden verschiedene bekannte und wenigere bekannte Punkte aufgesucht, meistens ältere Gebäude, worüber die «Nachtwächter» sehr viel Interessantes zu berichten wussten. Selbst eingefleischte Melser zeigten sich überrascht von Begebenheiten und geschichtlichen Fakten, die ihnen nicht bekannt waren. Dass ein Nicht-Melser – Sepp Vogel – diese Informationen zum Besten geben konnte, entbehrte nicht eines gewissen Reizes…

Es soll hier nicht der ganze Rundgang aufgezeichnet werden, aber dass die erste Kirche in Mels bereits um 550 auf einem Hügel mit vorherigem römischem Castell erbaut wurde, dürfte wenigen bekannt gewesen sein. Und auch der Einfluss der Klöster Pfäfers und Schänis wurde mit Staunen zur Kenntnis genommen.
Die bedeutsame Klostergründung der Kapuziner, das Wirken der Franzosen in Mels, die Wirren der Helvetik und vieles andere mehr wussten die Führer anschaulich zu beschreiben.
Selbstverständlich wurde auch ausführlich über das Amt und die Aufgabe des Nachtwächters berichtet. 365 Tage im Jahr im Einsatz, je nach Jahreszeit von 21 oder 22 Uhr bis zum Morgengrauen, bei Wind und Wetter, drei Rundgänge pro Nacht absolvieren, stellte einige Anforderungen an diese Männer (Frauen übten diesen Beruf wohl kaum aus). Ihre Beobachtungen hielten sie in einem Buch fest, das sie jeweils dem Gemeindepräsidenten am Morgen vorlegen mussten. Dass diese Bücher verschwunden sind, dürfte vielleicht dem Einen oder Andern nicht ungelegen gekommen sein, ansonsten wohl mancher Hausfrieden ins Wanken gekommen wäre ….
Es war ein gelungener Anlass, der den Teilnehmenden die Augen für manch Neues öffnete und wohl dazu anregen dürfte, bei Tag den einen oder andern Ort nochmals aufzusuchen.